Netzbasiertes Routing von NG112-Notrufen und Verarbeitung von NG-eCalls
NG112 Emergency Services für Netzbetreiber
CreaLog verbindet zentrale Standortlogik, Ausweichrouting, RTT und multimodale Notrufkommunikation zu einer telco-grade Emergency-Service-Architektur – ausgelegt auf hohe Verfügbarkeit und den schrittweisen Übergang zu IP-basierten Notrufdiensten.

Notrufkommunikation für IMS- und IP-Netze
Bestehende Notrufvermittlung wurde häufig für klassische Fest- und Mobilfunknetze konzipiert. Mit der Migration zu IP- und IMS-basierten Infrastrukturen steigen die Anforderungen: Standortdaten müssen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, Fahrzeug-Notrufe über mehrere Netzgenerationen hinweg verarbeitet und neue Kommunikationsformen eingebunden werden. Die modularen NG112-Bausteine von CreaLog unterstützen Netzbetreiber dabei, diese Aufgaben in einer integrierbaren Architektur abzubilden. Die Lösung verbindet Emergency Call Routing, eCall112 und NG-eCall, Standortdienste sowie Real-Time Text (RTT) und lässt sich schrittweise in bestehende Netz- und ESInet-Umgebungen einführen.
Standortbasiertes Emergency Call Routing
Der Notruf erreicht die richtige Leitstelle
Die CreaLog-Routinglösung berücksichtigt den Standort des Notrufenden, geografische Zuständigkeiten und die Verfügbarkeit der angebundenen Leitstellen. Standortinformationen werden aus einem Location Information Server (LIS) abgerufen und mit den definierten Public Safety Answering Point (PSAP) beziehungsweise Servicegrenzen abgeglichen.
Standardisierte Verfahren wie HELD und LoST unterstützen die Bereitstellung und Zuordnung der Standortdaten. Auf dieser Basis kann der Emergency Services Routing Proxy den Notruf an das passende PSAP weiterleiten.
Auch überregionale oder grenzüberschreitende Routing-Szenarien lassen sich innerhalb der Architektur berücksichtigen.
Ausweichrouting, Überlaststeuerung und Verfügbarkeit
Notrufrouting muss auch dann stabil bleiben, wenn einzelne PSAPs technisch nicht erreichbar, organisatorisch nicht verfügbar oder temporär überlastet sind. Deshalb wird die Verfügbarkeit vor der Übergabe geprüft und das Routing bei Bedarf policy-basiert auf alternative Ziele umgesteuert. So lassen sich verlorene oder fehlgeleitete Notrufe vermeiden und Betriebsmodelle auch unter Last kontrolliert aufrechterhalten.
Definierte Routingprofile und Ansagen unterstützen zusätzlich die Behandlung von Ausnahmesituationen. Bei bekannten Großereignissen können Standardansagen eingesetzt werden, um Anrufende proaktiv zu informieren und Fehl- oder Mehrfachanrufe zu reduzieren.
Vermeidung verlorener oder fehlgeleiteter Notrufe
Kontrollierte Behandlung von Überlauf- und Besetztfällen
Höhere Erreichbarkeit in Ausnahmesituationen
Saubere Trennung von Routinglogik und lokaler PSAP-Verarbeitung
eCalls zentral im Netz
eCall112 und NG-eCall über mehrere Netzgenerationen verbinden
Bei einem eCall übermittelt das Fahrzeug während der Sprachverbindung ein Minimum Set of Data (MSD) mit dem Ort und weiteren Fahrzeuginformationen.
Die netzbasierte eCall-Lösung von CreaLog unterstützt klassische eCall112-Anrufe aus 2G- und 3G-Netzen ebenso wie NG-eCall aus IMS-basierten 4G- und 5G-Netzen. Die Kommunikation mit dem Fahrzeugsystem wird zentral im Netz verarbeitet und der Notruf anschließend an die zuständige Leitstelle vermittelt.
Standort- und Fahrzeugdaten werden über den Location Information Server (LIS) bereitgestellt und dort von der Leitstelle abgerufen.
Zentrale eCall-Verarbeitung für 2G/3G sowie IMS-/4G-/5G-Szenarien
Entkopplung regionaler PSAPs von lokaler eCall-Spezialtechnik
Standardnahe Bereitstellung von MSD- und Standortdaten
Vereinfachter Betrieb, Rollout und Servicewiederherstellung
Barrierefreie Notrufkommunikation über Sprache hinaus
Notrufe und Real Time Text
Real-Time Text (RTT) überträgt eingegebenen Text unmittelbar und kann parallel zur laufenden Sprachverbindung im Telefonnetz verwendet werden. Die CreaLog NG112-Lösung vermittelt RTT-Notrufe in die Leitstelle.
Das erleichtert insbesondere gehörlosen, schwerhörigen und taubblinden Menschen die Kommunikation mit einer Leitstelle oder in Notfallsituationen in denen nicht gesprochen werden kann. Eine integrierbare Konferenzfunktion kann zusätzlich Rückfragen und die Einbindung weiterer Einsatzkräfte unterstützen.
Recording und Transkription
Notrufkommunikation nachvollziehbar dokumentieren
Optional kann Notrufkommunikation zentral innerhalb des ESInet aufgezeichnet und verschlüsselt gespeichert werden. Je nach angebundener Umgebung können neben Sprache auch Text, Standortinformationen und weitere Sitzungsdaten erfasst werden.
Recording und Transkription können die spätere Analyse, Qualitätssicherung und Rekonstruktion eines Einsatzablaufs unterstützen. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach den jeweiligen rechtlichen und organisatorischen Anforderungen.
NG112 Bausteine
Carrier-grade Plattformkompetenz und Erfahrung in Festnetz-, Mobilfunk-, SIP- und IMS-Umgebungen für hochverfügbare, regulierte Kommunikationsumgebungen.
NG112 und eCall auf carrier-grade Niveau
Standortlogik, Routing und eCall aus einer Plattform statt verteilter Insellösungen.
Modulare Architektur
Routing, eCall-Verarbeitung, Standortdienste, Real-Time Text und Recording können passend zur vorhandenen Infrastruktur kombiniert werden. Bestehende Systeme und Partnerkomponenten lassen sich über definierte Schnittstellen einbinden
Sichere Integration
Standardnahe Einbindung in bestehende Netz- und Leitstellenumgebungen. Die Architektur ermöglicht eine schrittweise Modernisierung. Netzbetreiber können bestehende Komponenten weiterverwenden und neue NG112-Funktionen gezielt ergänzen.
Hohe Verfügbarkeit
Redundante Betriebsmodelle, Monitoring sowie flexible Routing- und Fallback-Logiken unterstützen den stabilen Betrieb geschäfts- und sicherheitskritischer Notrufdienste.
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CreaLog ist Mitglied der European Emergency Number Association (EENA)
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